Notfall, Notruf - Arzt-Zentrum-Wittenbach

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Notfall, Notruf

Praxis


Schwerer Notfall


Tel:   144
(ohne Vorwahl! - auch so vom Natel/Handy)



Bitte folgendes mitteilen:

Wer?, Wo?, Wann?, Was?, Wieviele?


_____________________________

Was ist in anderen Fällen zu tun?
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Achtung!  Bitte folgendes bei Notfällen zur Praxis, zum Vertreter oder zum Spital mitbringen:

–->  Medikamentenplan, Impfausweis, Allergieausweis, Marcoumar-Ausweis
aktuelle Krankenkassenkarte, Tranplantationsausweis (falls vorhanden)



Praxis:

Tel: 071 298 42 38 (Sollte die Praxis geschlossen sein, erhalten Sie aktuelle Informationen durch den Telefonbeantworter.)

Info für unsere Praxis: Sie erhalten im Notfall gleichentags einen Termin. Wir bitten Sie um Verständnis, falls bei grosser Anzahl von Notfällen zeitliche Verzögerungen im Praxisablauf auftreten sollten.



Ärztlicher Notdienst der Stadt St. Gallen:

im Kantonsspital SG (dort Notfallschildern folgen)


Tel: 0900 144 144 (erste 30 Min. kostenfrei)



Vergiftungen:

Tel: 145                  (Notruf) oder
Tel: 044 251 51 51 (ToxZentrum Zürich)



Psychische Notfallsituationen:

Tel: 143 (Dargebotene Hand)



Psychiatrisches Zentrum St. Gallen:

Teufenerstrasse 26, St. Gallen

Tel: 071 914 44 44



Psychiatrischer Dienst für Suchthilfe:

Brühlgasse 15, 9004 St. Gallen

Tel: 071 245 08 46



Soforthilfe für vergewaltigte Frauen:

Teufenerstrasse 11, 9001 St.Gallen

Tel: 079 698 95 02 (Tag + Nacht)



Telefon für Kinder und Jugendliche:

Tel: 147



Tropeninstitut Basel:

Tel: 0900 57 51 31



Pflegerische Notfälle:

Tel: 071 222 77 55 (Spitex Zentrum)



Feuerwehr Notruf:

Tel: 118



Feuerwehr Wittenbach:

Tel: 071 292 22 66



Polizei Notruf:

Tel: 117



Polizeistation Wittenbach:

Tel: 071 292 20 00



    



So erkenne ich einen Herzinfarkt


 
  • schwere, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schultern, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können
  • starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb, Angst
  • zusätzlich zum Brustschmerz: Luftnot, Übelkeit, Erbrechen
  • blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiss, Schwächeanfall (auch ohne Schmerz)
  • Luftnot, Übelkeit, Schmerzen im Kiefer oder Oberbauch und Erbrechen können auch alleinige Alarmzeichen sein
 

---> Was tun? Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst rufen !!
Dazu die 144 wählen !!

 
Quelle: www.herzstiftung.de

 
Infarkte - wie kommt es dazu?


Stellen Sie sich einen Garten vor, der nur über einen Gartenschlauch mit Wasser versorgt wird. Der Schlauch entspricht einem Blutgefäss im Herzen und der Garten einem von nur diesem Blutgefäss abhängenden Teilstück des Herzens.

Ziel:
Der Schlauch soll den Garten möglichst etwa 80 Jahre ununterbrochen und ausreichend mit Wasser (=Blut) versorgen.
Wir haben es einerseits mit der Versorgungsseite und andererseits mit der Verbrauchsseite zu tun!

Versorgungsseite:
Sie ist besonders abhängig vom Innendurchmesser des Schlauches! (Beim Menschen auch von der Blutzusammensetzung und Beladung des Blutes mit insbesondere Sauerstoff. (Sauerstoff ist der kritische Wert - also der Stoff, der bei einem Mangel am schnellsten zu Krankheit oder Tod führt!) Der Innendurchmesser (=Lumen) kann im Laufe der Lebenszeit durch "Ablagerungen" eingeengt werden. Die Ablagerungen werden begünstigt durch schadhafte Innenauskleidung des Schlauches, durch hohe Drücke (welche die Innenbeschichtung des Schlauches beschädigen) und durch bestimmte Stoffe im Wasser. Im Wasser wäre z.B. Kalk zu nennen. Im Blut wären dies Cholesterin- und Zuckererhöhungen. Ausserdem gibt es bestimmte Schadstoffe, welche die Innenbeschichtung direkt schädigen. (Im Blut z. B. und vor allem Nikotin) Das Zusetzen des Schlauches hängt also von der Dauer und der Höhe der Risikowerte ab. Ist der Schlauch zugesetzt, steht im Garten weniger Wasser zur Verfügung. Ein ehedem grüner, blühender Garten wird trocken. Die Pflanzen dursten. Das üppige Grün vergeht. Erste Pflanzen gehen ein. (=Herzinfarkt, Hirninfarkt...) Letztlich ist es auch beim Menschen so! Die Dauer und Höhe der Risikofaktoren bestimmen immer noch am stärksten die Lebenserwartung und Lebensqualität der Menschen.

Verbrauchsseite:
Der Verbrauch an Wasser im Garten hängt davon ab, wie gross dieser ist und was der Garten "leisten" soll. Der erste Punkt ist jedem sofort klar.
Am Herzen führen ebenfalls alle Vorgänge, die das Herz wachsen lassen zu einem höheren Bedarf. Ein gutes Beispiel hie
rfür sind Leistungssportler. Dieser hoch intensive Sport führt zu einer Vergrösserung des Herzmuskels. Die Vergrösserung wird im Alter zu einem Problem. Bei den meisten Menschen ist es aber der so harmlos daher kommende hohe Blutdruck.
Die Leistung des Gartens bzw. des Herzens ist die zweite Seite der Medaille. Kurzzeitige Leistungssteigerungen sind dabei nicht das Problem. Die Hauptarbeit des Herzens ist die Pumparbeit zum Aufbau eines Druckes. Nun weiss jeder, der schon einmal einen Fahrradschlauch aufgepumpt hat, dass das anfangs sehr leicht von der Hand geht, jedoch bei schon fast vollem Reifen sehr schwer wird. So geht es auch unserem Herzen! Manche Herzen erzeugen wirklich über Jahre doppelt so hohe Drücke wie notwendig.
Da der Verbrauch stark erhöht ist, benötigt diese Anstrengung eine bessere Sauerstoffversorgung!  Zusätzlich wächst das Herz durch die Dauerbelastung. Der hohe Blutdruck steigert also den Verbrauch, lässt das Herz grösser werden und schwächt durch Schädigung der Blutgefässe die Versorgung. Nun haben aber oft gerade die Menschen einen hohen Blutdruck, die auch andere Risikofaktoren haben. In Kombination treten oft hoher Blutzucker und hohe Blutfette auf. Das Risiko multipliziert sich!

Schlussfolgerungen:
Wenn man das obige Ziel erreichen möchte, sollte man folgendes angehen.
  • Lifestileänderung: weniger Stress, gesunde Ernährung (italienische Kost), Nikotin komplett beenden.
  • Ggf. Arzt aufsuchen um die Risikofaktoren untersuchen und eventuell behandeln zu lassen. (Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin)

 
    



Wie erkenne ich einen Schlaganfall ?


Als Zeichen eines Schlaganfalles können plötzlich und gleichzeitig mehrere der folgenden Symptome auftreten


 
  • Sehstörung eines oder beider Augen, Gesichtsfeldausfall, Doppelbilder, einseitige Pupillenerweiterung
  • Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühl
  • Lähmungen oder Schwäche im Gesicht, Arm, Bein oder auch einer ganzen Körperhälfte
  • Schwindel, Gangstörung, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung
  • Verwirrung, Sprach-, Schrift- oder Verständnisstörung
  • stärkster Kopfschmerz ohne erkennbare Ursache bei evtl. entgleistem Blutdruck
  • Schluckstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Wahrnehmungsstörung eines Teils der Innen- oder Aussenwelt
 


Was tun? Bei Verdacht auf Schlaganfall sofort den Rettungsdienst rufen !!
Dazu die 144 wählen !!




 


 




Der allergischer Schock = Anaphylaxie
ist in der Regel eine unerwartete, sehr schwere Reaktion des Immunsystems mit dem Ergebnis, dass
  1. der Blutdruck fällt
  2. eine Kollapsneigung bis zur Bewusstlosigkeit und / oder
  3. ein Schock (= Lebensgefahr) eintritt. Zusätzlich kann es zu
    1. Ausschlag mit oder ohne Schwellungen - oft in Quaddelform - lokal oder über gesamten Körper verteilt
    2. zu Luftnot und
    3. zu
      Herzrasen kommen
unerwartete, rasche und schwere Reaktionen mit Blutdruckabfall, Kollaps, Bewusstlosigkeit und Schock verwendet
unerwartete, rasche und schwere Reaktionen mit Blutdruckabfall, Kollaps, Bewusstlosigkeit und Schock verwendet


Lebensgefahr ??

"Eine Allergie hat doch fast jeder! Was soll das schon heissen?" So oder ähnlich denken viele.
Dabei kann z.B. ein einziger Stich (bei einer Allergie auf Wespe oder Biene) Lebensgefahr bedeuten. Das geht ca. jedem 20. Schweizer so.

Eine einzige Tablette Penicillin bei einer Penicillinallergie kann mit einem allergischem Schock tödlich enden.
Einmal in eine Frucht beissen, die in der lang vergessenen Kindheit eine Allergie auslöste, kann noch nach 20 Jahren bösen Schaden anrichten...
Es gibt viele mögliche Allergieauslöser. Ich nenne Ihnen nur einige typische Beispiele: Pollen, Metalle, Nahrungsmittel, Medikamentenwirkstoffe, Kosmetika, Insekten, Tierhaare... Allein an chemischen Substanzen gibt es in Europa ca. 100.000 Stoffe, die in Gebrauch sind. Sie finden sie in Reinigungsmitteln, Kosmetika, Farben, Waschmitteln, technischen Substanzen (Öle, Lötmittel, Schmierstoffe...) etc. Hinzu kommen die unzähligen Stoffe in der Natur.


Welche Strategie hilft uns?

1. Vermeiden, vermeiden und nochmals vermeiden!

2. Hyposensibilisieren, wenn möglich

3. Behandeln, wenn Punkt 2 bislang nicht möglich


zu 1) Wie vermeide ich?

Keine Katze halten bei Katzenhaarallergie. Kein unbekanntes Medikament schlucken. (Zuerst den Arzt nach dem Allergie auslösenden Wirkstoff fragen - dann Allergiepass ausstellen lassen und diesen dann immer bei jedem unbekannten neuen Medikament bei dem abgebenden Arzt vergleichen. Nicht ins Kornfeld gehen bei Getreideallergie ...

zu 2) Hyposensibilisieren? Was ist das?

 
Mit dieser Art der Behandlung soll die unnötige, sinnlose und überschiessende Reaktion des Körpers auf einen Stoff soweit verhindert werden, dass zumindest keine Lebensgefahr mehr bei Kontakt zu diesem entsteht. Im besten Falle reagiert der Körper nicht mehr erkennbar. Man kann derzeit nicht gegenüber jedem Stoff hyposensibilisieren (veraltet desensibilisieren). Bei Insektenallergie führt eine Hyposensibilisierung in 95% der Fälle zu einem vollständigem Schutz vor lebensbedrohlichen Reaktionen.

Sie können bei uns und bei einigen anderen Ärzten hyposensibilisiert werden. Begonnen wird in der Regel nach der Saison.
Hyposensibilisierungen sind wie alle Behandlungen in der Medizin jedoch nicht gefahrlos. Es können alle für Allergien typischen Komplikationen auftreten. Von Hautrötung über Quaddelbildung bis zum allergischen Schock. Deshalb wird diese Behandlung in unserer Praxis erst ab einem bestimmten Alter durchgeführt. Wegen der möglichen gefährlichen Reaktionen ist es eine nicht verhandelbare Bedingung, nach der Hyposensibilisierungsbehandlung mindestens 30 Minuten in unserer Praxis zu verweilen.

zu 3) Behandlung mit Medikamenten? Warum?

Unterschieden werden zwei Formen der Behandlungen von Allergien mit Medikamenten.
Es gibt zunächst die akuten Behandlungen, die den Notfällen vorbehalten sind.
Zweitens die (Dauer-)Therapie solange man dem allergieauslösenden Stoff (="Allergen") ausgesetzt ist. Bei einer Pollenallergie kann diese Behandlung von einigen Wochen bis hin zu einigen Monaten gehen.


Warum soviel Aufwand?

Die neueren Forschungsergebnisse zeigen, dass Patienten, die ihre Krankheit besser behandeln, auch deutlich weniger Komplikationen und eine geringere Krankheitsausweitung erleiden. Mit anderen Worten: Schätzungsweise jeder 2. Patient mit einem Heuschnupfen entwickelt im Laufe seines Lebens ein Asthma! Wir wissen heute, dass ein Patient, der seinen Heuschnupfen auf minimale Restsymptome herunter behandelt, viel seltener im Laufe seines Lebens Asthma entwickelt, als Patienten die das nicht tun... Asthma ist, wenn Sie so wollen, der Heuschnupfen der Lunge und Heuschnupfen ist analog das Asthma der Nase.
Das richtige Bronchialasthma ist jedoch in einer ganz anderen Liga vertreten. Aus einem lästigen Heuschnupfen ist dann eine potentiell lebensbedrohliche Krankheit entstanden.
Sie sollten deshalb - wenn immer möglich - versuchen zu hyposensibilisieren!


Übrigens: Die Cortisonspritze gegen Heuschnupfen ist wegen schwerer Nebenwirkungen (die Sie zunächst nicht bemerken - was sich später "im Alter" rächt) längst out!



Akupunktur kann hier genauso helfen, wie andere natürliche Heilmethoden. Hierauf hat sich Frau Strauss spezialisiert!





Das Tabu-Thema:


In der Schweiz sterben ca. fünfmal mehr Menschen am Freitod als im Strassenverkehr. In 2009 waren das 1800 gegenüber 349 Personen. Die Zahl der Unfalltoten im Verkehr ist dank präventiver Massnahmen seit Jahren rückläufig. Die Suizidprävention ist nach einem Befund des Bundesrates aus dem Jahre 2005 ungenügend. Gerade in der Ostschweiz nehmen sich mehr Menschen das Leben als in anderen Landesteilen. Landesweiter Rekordhalter ist Appenzell Innerrhoden mit einer Rate von 2,8 auf 10.000 Einwohner. St. Gallen hat eine Rate von 1,7.

Unter Medizinern gilt als wichtigstes Mittel zur Verhinderung des selbstbestimmten Todes die Kommunikation von Auge zu Auge. Das Motto "Darüber reden hilft" soll das Tabu beseitigen, das immer noch auf der selbst erwählten "Hinrichtung" lastet.
Für die Angehörigen ist der Suizid die schlimmste Todesart. Sie stürzen in ein Chaos der Gefühle: Scham, Verleugnung, Selbstzweifel, Wut, Ohnmacht, Trauer... Oft benötigen Angehörige jahrelange Hilfe. Diese wird sehr unterschiedlich angenommen. Die einen suchen Gruppen andere Gespräche unter 4 Augen. Schwierig ist es, wenn mit dem Suizid ein sozialer Rückzug für einen der Angehörigen beginnt. Kinder leiden unter dem Freitod eines Elternteils meist ein Leben lang. Auch für Eltern ist ein solcher Tod ihres Kindes ein besonders schlimmes Ereignis.

Verzweifelt? Stopp!

Es gibt neben unserer Praxis, die "Dargebotene Hand" als wichtige Institution zur Verhinderung des Suizids. Dort können Sie unter der Tel.-Nummer 143 auch anonym rund um die Uhr einen Gesprächspartner erreichen. Rufen Sie an! Darüber reden hilft! Auch übers Internet (www.143.ch) ist die Dargebotene Hand zu erreichen.




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